Buchempfehlung: Gier von Marc Elsberg

Buchempfehlung: Gier von Marc Elsberg

Der ehemalige Strategieberater, Kreativdirektor und Kolumnist Marc Elsberg veröffentlichte im Februar 2019 seinen vierten Roman mit dem Titel „Gier – Wie weit würdest du gehen?“. Auf 445 Seiten rollt er eines der brisantesten gesellschaftlichen Themen der heutigen Zeit in einer spannenden Geschichte auf.

In dieser hält eine weltweite Wirtschaftskrise die Welt in Atem. Unternehmenspleiten, ausufernde Arbeitslosigkeit und die wachsende Schere zwischen Arm und Reich lassen viele Menschen verzweifeln. Der Kapitalismus mit dem oft zitierten Duktus „Immer schneller, immer höher, immer weiter“ gerät schnell ins Kreuzfeuer der Kritik. Doch Lösungsansätze sind rar und die Profiteure des alten Systems klammern sich an ihre Macht. In dieser scheinbaren Ausweglosigkeit hat der Nobelpreisträger und Wirtschaftsforscher Herbert Thompson eine bahnbrechende Idee, die alles doch noch zum Guten wenden könnte. Doch kurz vor der Präsentation seiner revolutionären Theorie wird er von Handlangern mächtiger Personen ermordet.

Der 18-jährige Jan Wutte ist zufällig Zeuge dieses Mordes und wird dadurch selbst Zielscheibe der Mörder. Diese versuchen alles, um die Formel Thompsons nicht an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen. In seiner Verzweiflung und von Neugier getrieben versucht Jan trotzdem das Geheimnis des Ermordeten zu lüften. Daraufhin entwickelt sich ein nervenaufreibender Kampf um das Vermächtnis des Wirtschaftsforschers. Zu allem Überfluss wird Protagonist Jan auch von der Polizei als potenzieller Mörder Thompsons gesucht. In dieser aussichtslos erscheinenden Situation scheint die Aufklärung des Falles zum Scheitern verurteilt zu sein. Wird die Gerechtigkeit am Ende siegen?

Marc Elsberg schafft es durch seine klare Schreibweise den Leser schon nach wenigen Seiten in seinen Bann zu ziehen. Man fiebert mit dem Schicksal des jungen Hauptcharakters mit und wird von den vielen unerwarteten Wendungen der Geschichte zum Weiterlesen animiert. Darüber hinaus kritisiert Elsberg in seinem Roman die negativen Ausprägungen des Kapitalismus und verweist immer wieder auf tatsächlich existierende Theorien und Probleme des realen Alltags. Diese Realitätsnähe gepaart mit einer von Seite zu Seite zunehmenden Spannung machen dieses Buch so lesenswert. Außerdem zeigt Elsberg in seinem Buch, das Kooperation und Zusammenarbeit vorteilhafter sind als exzessiver Wettbewerb. Eine Message, die sich auf alle Bereiche des Lebens problemlos anwenden lässt.


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