Wie viel Zeit verbringst du am Handy?

Wie viel Zeit verbringst du am Handy?

Für viele Jugendliche und junge Erwachsene ist ein Leben ohne soziale Medien nur schwer vorstellbar. Bei einigen hat man gar den Eindruck, dass sie eher in der virtuellen als in der realen Welt leben. Doch wie viel Zeit sie tatsächlich in sozialen Netzwerken verbringen, ist nur den wenigsten bewusst.

Die durchschnittliche Verweildauer auf Facebook Instagram und Co. hat in den letzten Jahren weltweit rapide zugenommen. Während die User 2012 lediglich 90 Minuten auf Social Media Plattformen verbrachten, waren es nur sechs Jahren später ganze 142 Minuten pro Tag. Das sind ca. 2 Stunden und 22 Minuten am Tag und entspricht einem Anstieg von mehr als 55 Prozent. Das verdeutlicht, wie schnell sich das Verhalten der Internetnutzer in kürzester Zeit geändert hat. 

90 Minuten

verbrachte der durchschnittliche User im Jahr 2012 täglich auf sozialen Medien.

142 Minuten

betrug die durchschnittliche Verweildauer im Jahr 2018 bereits.

Ein Anstieg von über 50%

in wenigen Jahren!

Diese Zahlen lassen ebenfalls vermuten, dass sich nur wenigen Menschen mit den negativen Auswirkungen von sozialen Medien auf das menschliche Wohlbefinden auseinandersetzen. Denn es gilt mittlerweile als bewiesen, dass sich übermäßiger Social Media Konsum negativ auf die menschliche Psyche auswirkt. Zudem kann die ausufernde Nutzung auch zu sinkender Konzentrationsfähigkeit und Schlafmangel führen. 

Wellbeing-Tools als Reminder

Doch seit diesem Jahr ist in der ganzen Branche ein Trend zu beobachten, der zu einem Umdenken bei den Smartphone-Usern geführt hat. Grundlage für diese positive Entwicklung sind sogenannte Wellbeing-Tools. Diese Tools zeigen Usern, wie viel Zeit sie am Smartphone auf welchen Plattformen verbringen. Zudem können Time-Limits für gewisse Apps gesetzt werden, um nicht zu viel Zeit auf den einschlägigen Plattformen zu verbringen. Aus einer Studie von Google geht hervor, dass 78 Prozent der Befragten nach Verwendung von Wellbeing-Tools glücklicher waren als zuvor. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die meisten Menschen mit unkontrolliertem und übermäßigen Social Media Konsum nicht glücklich sind und ihr Verhalten gerne ändern würden.

Weniger Social Media macht glücklich

Und das ist auch gar nicht so schwer. Mit der Unterstützung von Wellbeeing-Tools sollte es leichter fallen seinen Social Media Konsum besser in den Griff zu bekommen. Forscher der University of Pennsylvania haben vor kurzem herausgefunden, dass eine Reduktion der Nutzungsdauer auf 30 Minuten pro Tag zu einer signifikanten Steigerungen des Wohlbefindens führen kann. Doch wie viel Zeit zu viel ist muss im Endeffekt jeder für sich selbst entscheiden.

Fakt ist, dass eine kleine Social Media Pause keinem schaden wird. Denn die Urlaubsfotos, Work-Out-Bilder, Spiegel-Selfies und "inspirierenden" Zitate der Influencer werden auch danach noch zu finden sein. Ob man wirklich so viel verpasst, wenn man einige Zeit offline geht, sei dahingestellt. Wichtig ist, dass sich die Generation Y und Z differenziert mit dem Thema Social Media beschäftigt. Damit ein Leben ohne soziale Medien wieder vorstellbar ist.

 

 


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