Das Geheimnis eines erholsamen Schlafs

Das Geheimnis eines erholsamen Schlafs

Wir alle kennen das Gefühl. Früh morgens klingelt der Smartphone-Wecker und man wundert sich, dass die Nacht schon wieder zu Ende ist. Genervt und übermüdet startet man in den Tag und versucht sich die Müdigkeit nicht anmerken zu lassen. Am kommenden Abend nimmt man sich dann fest vor früher ins Bett zu gehen, um am nächsten Morgen fit und ausgeschlafen zu sein. Man legt sich ins Bett und hantiert am Smartphone und bemerkt gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Am nächsten Morgen wartet erneut das „böse Erwachen“ – Übermüdung und Schlafmangel inklusive.

Social Media als Störfaktor

Aus zahlreichen Studien geht nun hervor, dass das Schlafverhalten junger Menschen vor allem unter der übermäßigen Nutzung von Social Media leidet. Forscher fanden heraus, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen intensivem Social Media Konsum und einer reduzierten Schlafqualität gibt. Dabei ist genügend Schlaf essenziell für das Wohlbefinden jedes Menschen. Führt man sich außerdem vor Augen, dass wir ein Drittel unseres Lebens schlafend verbringen, ist es umso unbegreiflicher, dass wir uns so selten mit dieser Materie befassen.

Unter Experten herrscht weitestgehend Einigkeit darüber, wie viel Schlaf tatsächlich gesund für uns ist. 18-64 Jährigen wird empfohlen, zwischen sieben und neun Stunden pro Nacht zu schlafen.Teenager im Alter zwischen 14 und 17 benötigen dagegen etwa acht bis zehn Stunden, um ausgeschlafen zu sein. Schläft man deutlich kürzer oder länger, kann das äußerst negative Konsequenzen zur Folge haben. So erhöhen ungesunde Schlafgewohnheiten das Risiko von Fettleibigkeit, Diabetes und Herzerkrankungen. Generell kann man sagen, dass nicht nur zu wenig, sondern auch zu viel Schlaf die Lebenserwartung verringern kann.

"Experten sind sich weitestgehend einig, dass Schlafmangel zu ernsthaften gesundheitlichen Schäden führen kann."

Einer der Hauptgründe für Schlafmangel bei jungen Menschen ist zweifelsohne das Smartphone. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass die Nutzung von Social Media kurz vor der Nachtruhe zu einer verminderten Schlafqualität führt. Grund dafür ist der helle Bildschirm des Smartphones und die damit einhergehende Beeinträchtigung der Produktion des menschlichen Schlafhormons Melatonin. Der fehlende Schlaf führt in weiterer Folge zu Müdigkeit am nächsten Tag und Problemen bei der Alltagsbewältigung. Darüber hinaus leiden sowohl die Leistungsfähigkeit als auch das Selbstbewusstsein. All diese Faktoren führen schlussendlich dazu, dass sich auch die mentale Gesundheit massiv verschlechtert.

Erholsamer Schlaf durch Selbstdisziplin

Um diesen negativen Konsequenzen vorzubeugen, empfehlen Forscher der University of Glasgow, dass Jugendliche eine Stunde vor dem Schlafengehen den Bildschirm ausschalten sollen, um dem Gehirn die nötige Ruhezeit zu gewähren. Man verpasst nämlich nichts, wenn man statt um 23 Uhr schon um 22 Uhr offline geht. Es wäre grundsätzlich klüger, dass Handy komplett aus dem Schlafzimmer zu verbannen, um gar nicht erst in Versuchung zu kommen. Falls jetzt der ein oder andere meint, man brauche das Handy doch um nicht zu verschlafen, dem sei gesagt, dass es noch so etwas Altmodisches wie einen Wecker gibt. Das wäre auf jeden Fall eine lohnende Investition, wenn man sich die negativen Folgen nächtlicher Social Media Nutzung vor Augen hält. Es wäre zumindest ein erster Schritt hin zu einem gesunden Schlaf und weg von dem unangenehmen Gefühl, das wir alle kennen, wenn wir wieder einmal zu wenig geschlafen haben.

 

Quellen:

Royal Society for Public Health (2017): #StatusofMind – Social Media and young people´s mental health and wellbeeing (S. 9)

https://www.stern.de/panorama/gesellschaft/24-jahre-schlafen-dafuer-geht-unsere-lebenszeit-drauf-3136732.html (zugegriffen am 24.10.2019)

https://www.health.harvard.edu/staying-healthy/how-much-sleep-do-we-really-need (zugegriffen am 24.10.2019)

https://www.welt.de/gesundheit/article153770727/So-viel-Schlaf-braucht-ein-Mensch-wirklich.html (zugegriffen am 24.10.2019)

https://www.health.harvard.edu/staying-healthy/how-much-sleep-do-we-really-need (zugegriffen am 24.10.2019)

Royal Society for Public Health (2017): #StatusofMind – Social Media and young people´s mental health and wellbeeing (S. 10)

https://www.bbc.com/news/health-50140111 (zugegriffen am 24.10.2019)

 


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